Mancher mag beim Wort „Schwitzhütte“ an so etwas wie eine finnische Sauna, eine russische Banja oder eine ähnlich schweißtreibende Einrichtung denken, eine Einrichtung, die in erster Linie dafür bekannt ist, dass sie durch den schlichten Wechsel von heiß und kalt das Immunsystem unseres Körpers trainiert und stärkt. Dabei stellt die Schwitzhütte eigentlich etwas dar, das weit über jeden vordergründigen Gesundheitsaspekt hinausgeht, denn sie ist eine der ältesten Zeremonien der Menschheit. Praktiziert wurde sie in allen Teilen der Welt, übrigens auch bei den Kelten, Germanen und Slaven. Nur ist die Erinnerung daran bei uns und in den meisten anderen Teilen der Welt verloren gegangen. Die nordamerikanischen Ureinwohner – die Native Americans in den USA und die First Nations in Kanada – haben Schwitzhütten bis heute bewahrt. Ihnen verdanken wir das Wissen, das uns erlaubt, Schwitzhüttenzeremonien wieder in unseren Alltag zurückzuholen und durch sie vieles, was in uns ist, heilen zu können